Das Instrument
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Ursprünglich hatte die St. Laurentius-Kirche in Wustrow eine von 1845 stammende Orgel des Hoforgelbaumeisters Ernst Wilhelm Meyer aus Hannover. Statt einer Renovierung entschloss sich die Gemeinde 1915 auf Anraten der Orgelbaufirma Furtwängler & Hammer aus Hannover für einen Neubau. "Die Gemeinde würde ein Orgelwerk erhalten, das nicht allein in den Gottesdiensten zu erbauen, sondern auch zu konzertlichen Zwecken künstlerischen Anforderungen vollauf zu entsprechen vermag", so die Orgelbaufirma seinerzeit. Die zu der Zeit modeme Röhrenpneumatik ersetzte nun das "veraltete" Schleifladensystem. Das Gehäuse der Vorgängerorgel blieb vermutlich aus Kostengründen erhalten, allerdings nun ohne klingende Prospektpfeifen. Im Kriegsjahr 1915 wurde die neue Orgel aufgestellt, die 7995 Reichsmark kostete. Zeitgleich kam auch elektrischer Strom in die Kirche, wodurch das Bälgetreten per Muskelkraft entfiel. Die Orgel wurde in der hannoverschen Werkstatt soweit vorgefertigt, dass die Aufstellung nur einen Monat dauerte. Vermutlich am 29. Dezember 1915 ist die Orgel zum ersten Mal im Gottesdienst gespielt worden. 1992 bekam der Orgelbaumeister Rietzsch aus Hemmingen den Auftrag für eine gründliche Restaurierung, die auch zur vollen Zufriedenheit aller ausfiel. Durch die für die Bauzeit typischen vielen 8'-Register ergibt sich ein recht "warmer" Klang. Die vielfältigen Koppelmöglichkeiten und Oktavierungen erlauben eine Vielzahl von Klangabstimmungen und dynamischen Varianten (Jalousie-Schweller im II. Manual).
